Die Megatrends Demographischer Wandel, Digitalisierung und Diversity, kurz die 3Ds, betreffen Unternehmen und Arbeitnehmer bundesweit. Doch effektive Lösungsansätze müssen tiefer blicken und die spezifischen Rahmenbedingungen eines jeden Akteurs einbeziehen.

  1. Der Demographische Wandel stellt etablierte Rekrutierungsstrategien wie auch Qualifizierungmaßnahmen zunehmend in Frage. Hinzu kommt, dass die meisten Belegschaften schon heute deutlich älter sind als noch vor wenigen Jahren, wie aktuelle Zahlen belegen. Und eine Trendwende ist auf die kommenden Jahrzehnte nicht in Sicht. Somit wird betriebliches Alter(n)smanagement nicht nur im Wettbewerb um Fachkräfte zum effektiven Werkzeug der Personaler, sondern auch, wenn es um den Erhalt der Arbeitsfähigkeit geht. Hier gibt es jedoch noch einigen Aufholbedarf.
  2. Die Digitalisierung nimmt Fahrt auf: Neue technologische Errungenschaften machen Beschäftigte zunehmend ersetzbar. Das Besondere daran: Betraf technologischer Fortschritt früher nur die manuelle Arbeit, sind heute verstärkt auch die „Wissensarbeiter“ betroffen. Auch fehlt es an verlässlichen Prognosen über die gesamtgesellschaftlichen Folgen dieses Trends. Wegweisende Ideen für eine wünschenswerte Zukunft stecken auch deshalb noch in den Kinderschuhen. Fest steht nur: Das Innovationstempo wird auf nicht absehbare Zeit weiter steigen. Einseitige bremsende Reformbemühungen erscheinen im globalen Wettbewerb unmöglich.
  3. Ob Herkunft, Geschlecht, Religion oder Alter: Unsere Gesellschaft wird immer bunter. Diversity und ihr Management sind längst keine Imagepolitur zur positiven Außendarstellung mehr. Das belegen auch Marktanalysen sowie HR-Management, in denen sich die Dimensionen dieser Vielfalt widerspiegeln. Kurzum: Diversity wird zur strategischen Ressource! Aber ist das auch bei den Unternehmen angekommen? Angesichts der noch immer vielerorts vergleichsweise kleinen Rolle der Diversity in der unternehmerischen Strategieentwicklung stellt sich die Frage, ob der Wirtschaftsstandort Deutschland mit dieser Ressource umzugehen weiß.

Unter dem Motto „Perspektivwechsel 3 D“ laden wir Sie gemeinsam mit der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) und unseren Kooperationspartnern vor Ort herzlich am 27. September zum diesjährigen ddn-Aktionstag ein.

Das Motto kennen Sie gegebenenfalls noch aus dem Vorjahr. Dennoch hat es an Aktualität nicht verloren. Weiterhin verändern der demographische Wandel und die Digitalisierung nicht nur den Arbeitsalltag der Belegschaft, sondern stellen auch die Führungsetagen vor Herausforderungen. Es gilt, Bedingungen zu schaffen, um als Arbeitgeber attraktiv zu bleiben und seine Mitarbeiter gesund zu (er)halten.

  • Mit welchen gegenseitigen Wünschen und Erwartungen sehen sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber in Zukunft konfrontiert?
  • Welche geistigen Arbeiten nimmt uns die Technologie ab, und was leistet „künstliche Intelligenz“ überhaupt?
  • Wie können Menschen und Maschinen kooperieren und sich wechselseitig ergänzen?
  • Wie werden neue Unternehmenswerte konsensfähig?
  • Wer trägt wofür Verantwortung, und wie verträgt sich Digitalisierung mit Vielfalt und Teilhabe?

Der ddn-Aktionstag schaut in die Zukunft und eröffnet in den verschiedenen Regionen erneut den Dialog der Blickwinkel. Bringen Sie Ihre Perspektive mit ein und profitieren Sie von den Erfahrungen anderer Unternehmen, die sich der Herausforderung stellen.

Um es vorwegzunehmen: Wir sehen, die Chancen, die Möglichkeiten, die Potenziale. Und wir wollen diskutieren, zeigen, erleben, worüber nachgedacht und was bereits gemacht wird.