Lernen im agilen Umfeld

26.11.18

Pier: „Was verstehen Sie unter einem agilen Umfeld? Es gibt viele, die den Begriff schon für überholt halten.“

Hauser: „Ich denke der Begriff ist durchaus noch relevant. Agil ist aus meiner Sicht ein Begriff, der die Notwendigkeit beschreibt, schnell reagieren zu können. Früher hat man das Anpassungsfähigkeit in Unternehmen genannt. Dadurch, dass die äußere Dynamik im Umfeld von in Unternehmen viel höher geworden ist und die Veränderungsanforderungen sich potenziert haben, ist der Begriff Agilität eingezogen.“

Pier: „Sind denn die deutschen Unternehmen auf die Veränderungsdynamik vorbereitet?“

Hauser: „Nein, ich denke im Ganzen nicht. Einige sind aber mit Sicherheit vorbereitet. Das hängt damit zusammen, dass in vielen Unternehmen die Prozesse mehr auf Effizienz, Qualität und Stabilität ausgerichtet sind. Es ist auch ein Kulturwandel, Agilität mit aufzunehmen in das Verhaltensrepertoire.“

Pier: „Sie haben auf Effizienz hingewiesen. Ist aber Effizienz nicht manchmal etwas, was Effektivität, also das Richtige zu tun, verhindert?

Hauser: „Effizienz heißt etwas richtig, aber nichtdas Richtige zu tun. Was irgendwann einmal gut und richtig war, kann nur noch effizient sein, aber nicht mehr richtig. Das Richtige zu tun, sollte im Management im Vordergrund stehen.“

 

Foto ©Andreas/ offenblende.de

Das vollständige Telefoninterview als Audio finden Sie hier:

Lernen im agilen Umfeld - Interview mit Frank Hauser